Feeds
Artikel
Kommentare

Der heutige Tag hat mit genialem Sonnenschein begonnen und da wir an einem superschönen Strand gecampt hatten und keine check out Zeit hatten, hieß es erstmal ab in den Sand und das Wasser und relaxen bzw. Sonnenbrand kassieren.

An einem Puderzuckerstrand haben wir es uns gemütlich gemacht und sind immer zwischen Sonnenbaden und Wasser zum Abkühlen hin und her gependelt.

Als es und dann irgendwann zu heiß war, sind wir zurück zu unserem Camper gegangen, hatten ’ne geniale Outdoordusche und haben uns dann weiter auf in Richtung Norden gemacht. Über Whangarei, wo wir noch mal ein bisschen unsere Essensvorräte aufgefrischt haben, ging’s weiter die geschwungene, teils an der Küste entlang laufende Straße hinauf bis zum DOC Campingplatz Whangaruru, der gar nicht so einfach zu finden war.

Als wir um die letzte Ecke gebogen sind, tauchte plötzlich die Bland Bay vor uns auf und die direkt am Wasser liegenden Stellplätze. Echt schön. Und auch wenn in dem kleinen Kiosk zum anmelden niemand mehr war, konnten wir das Tor öffnen und uns einen Stellplatz suchen. Die Leiterin, war gerade am baden und meinte, sie bucht uns am nächsten Morgen ein.
Hier, ganz abgelegen, von jeglicher Zivilisation, konnten wir den unglaublichen Sternenhimmel mal wieder richtig genießen.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Nach einem entspannten Frühstück mit Ulli aus Deutschland, den wir am Abend zuvor beim Kochen in der Campingplatzküche getroffen hatten, ging’s auf zum Hot Water Beach nur ein paar hundert Meter die Straße hinunter. Bei Ebbe kann man sich hier mit einer Schaufel kleine Whirlpools ausgraben, denn unter der Erde sind heiße Quellen, aus denen wirklich heißes Wasser kommt.

Wir sind allerdings etwas zu früh da gewesen und haben uns erstmal so ein bisschen an den Strand gelegt bzw. waren im „kalten“ Wasser baden. Irgendwann hat sich an einer Stelle des Strandes eine kleine Menschenmenge versammelt. Offensichtlich hatte einer zu buddeln angefangen. Philipp ist mal gucken gegangen und meinte, als er zurück kam, dass das Wasser echt warm ist. Also Sachen umsiedeln und auch gucken bzw. buddeln. An einer Stelle wo die Wellen auslaufen und das Wasser ganz flach ist, habe ich mich in den Sand bzw. das Wasser gestellt und nur meine Füße ein bisschen hin und her in den Sand gegraben. Wow, wurde das heiß. Unglaublich, aber mit dem kühleren Wasser vom Ozean gemischt, ließ es sich ganz gut aushalten. Direkt vor uns haben einige Leute versucht ein größeren „Pool“ auszugraben. Philipp hat einem Typen aus Brasilien und zwei Norwegerinnen dann geholfen sich einen Pool zu bauen und durfte dann auch mal Platz nehmen. Die eine Norwegerin hat mind. 10x Wassereimer aus dem Pazifik nachgekippt, damit man es aushalten konnte.

Nach dem Erlebnis ging’s weiter mit dem Camper in Richtung Auckland. Oft haben wir auf der Fahrt nicht angehalten, es gab aber auch nicht allzu viel zu sehen. In Auckland hat uns dann der Statehighway direkt durch die city geführt, aber auch hier haben wir keinen Stopp eingelegt, denn das haben wir ja noch die letzten drei Tage in NZ. Über die Auckland Harbour Bridge zu fahren, war aber schon nicht schlecht. Von dort oben hatte man einen ganz guten Blick über die Stadt. Kurz hinter der Brücke auf einem Rastplatz haben wir uns dann entschieden auf einen DOC Campingplatz am Uretiti Beach in der Bream Bay südlich von Whangarei Halt zu machen. Da es noch einige Km bis dahin waren, hieß es wieder ab in den Camper und nach einem kleinen Zwischenstop bei Mc D sind wir bis zum Campingplatz gefahren.

Dieser Platz war total klasse. Für 9$ p.P. gab’s zwar nur kalte Outdoorduschen, aber es war eh so warm, dass das kein Thema war. Ansonsten war die Anlage super sauber, riesengroß und direkt am Strand. Da es Wochenende war, war’s trotzdem ziemlich voll und wir hatten eine 5-köpfige Männertruppe neben uns, die bis spät in die Nacht getrunken und gelacht haben. Aber egal.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Diese Familie ist echt spitze. Petes Frau hatte Nicole gestern Abend noch gesagt, dass wir gern eine heiße Dusche nehmen dürfen, bevor wir weiterfahren. Wir haben diese Menschen noch nie zuvor gesehen,….die uns auch nicht….und jetzt werden wir ins Haus eingeladen und sollen uns mit Tee und Kaffee versorgen, wie uns lieb ist. Das nenne ich mal Gastfreundschaft. Obwohl uns das schon ein wenig unangenehm war!
Den Tee haben wir ausgelassen, aber auf die heiße Dusche wollten wir dann doch nicht verzichten. Anschließend hatten wir Pete noch eine Packung Kekse (alles was wir hatten) als Gastgeschenk überreicht und haben uns auf den Weg nach Matamata gemacht.

Dort angekommen mussten wir im I-Site unsere Eintrittskarten für die 11:05Uhr Führung in Hobbiton kaufen. Es war noch genügend Zeit, um auf dem Parkplatz zu frühstücken, bevor uns unser Guide „Benji“ (leider kein Hobbit) samt den anderen Touris im Bus auf die Alexander Farm gebracht hat. Auf dieser Farm, die eigentlich eine gewöhnliche Schaffarm ist, wurden die Hobbit-Szenen der Trilogie „Herr der Ringe“ gedreht. Lange Zeit war dies nur eine Attraktion für wirkliche Fans, weil das Filmset nach Abschluss der Dreharbeiten vor einigen Jahren fast komplett zerstört worden ist. Doch jetzt sollen zwei weitere Filme hier gedreht werden und daher ist die Produktionsfirma wieder vor Ort und baut alles wieder so auf, wie es gewesen ist. Viel interessanter für uns Besucher. Denn jetzt waren alle 44 Hobbithöhlen mit ihren runden Türen und Fenstern und den prall gefüllten Obst- und Gemüsegärten fast so, wie sie später auch im Film gezeigt werden.

Das Dörfchen sah echt putzig aus. Wir hatten unzählige Fotos gemacht, aber leider dürfen wir diese nicht im Netzt veröffentlichen. Unsere Unterschrift unter der Einverständniserklärung würde sonst von der Produktionsfirma gegen uns verwendet werden. Daher müsst ihr leider mit meiner Beschreibung des Hobbitdörfchens vorlieb nehmen, bis wir euch die Bilder privat zeigen können.

Klein Hobbiton besteht aus 44 kleinen Hobbithöhlen, die teilweise nur wenige Meter in die Hügel gebaut sind, von außen aber wie echte Wohnhöhlen erscheinen. Viele kleine Obst- und Gemüsegärten versorgen die Hobbits mit allem, was man zum Leben braucht. Natürlich fehlt bei keiner der Behausungen die eigene Wäscheleine auf Hobbithöhe! Im Zentrum des Dörfchens steht der Partybaum, der auch Moneytree genannt wird. Dieser Baum war für Regisseur Peter Jackson nämlich vor vielen Jahren der entscheidende Faktor, diesen Platz als Drehort zu wählen. Vom anliegenden Partyfeld, das auf einem kleinen abschüssigen Hügel liegt, hat man einen wunderschönen Ausblick, auf den See, an welchem die größten Hobbithäuschen stehen. Diese sind nicht wie die Höhlen in den Berg gebaut, sondern bestehen aus Holzbauten mit Reetbedachung. Von links nach rechts werden sie proportional kleiner. Dieses Detail ist bedeutend für die Kameraeinstellungen, welche Gandalf extrem groß (er geht durch den kleinen Eingang und wirkt größer) und Bilbo extrem klein (er geht durch den großen Eingang) erscheinen lassen.

Die Tour durch Hobbiton schloss auf einem Hügel ab, von dem man noch einmal einen Gesamtüberblick über das gesamte Dorf hatte. Überall konnte man die Crewmitglieder der Produktionsfirma sehen, wie sie das Set präpariert hatten. Hier wurde der Rasen bewässert, dort wurde neuer Rasen verlegt, und woanders wurden die Zäune mit einer Mischung aus Holzspäne, Joghurt und Farbe (Moosattrappen) künstlich auf alt getrimmt.

Der Busfahrer hatte uns wieder eingesammelt und zum Café am Rande der Alexander Farm gebracht. Dort angekommen hatte uns schon ein Mitarbeiter der Schaffarm erwartet. Hier wurde uns eine Vorstellung im Schafe scheren präsentiert. Hätte nicht wirklich Not getan, aber die Vorstellung war halt irgendwie im Preis mit drin. Nachdem das Schaf um seine Wolle erleichtert wurde, durften wir noch den kleinen Lämmern die Flasche geben und sind dann im Bus wieder nach Matamata gebracht worden.

Nach diesem Hobbitabenteuer stand erstmal eine lange Autofahrt an. Wir sind von Matamata über Te Aroha und Paeroa nach Thames gefahren, von wo aus wir die Küstenstraße am Rande des Coromandel Forest Parks gefahren sind. Vor wenigen Tagen sind hier noch kleinere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, da Anfang der Woche ein Zyklon über die Nordspitze Neuseelands gefegt ist. Die Auswirkungen hatten wir noch sehen können, da teilweise nur eine Fahrbahn befahrbar war und der Verkehr mit Ampeln geregelt wurde. Die Straße 309 führte uns dann an einem kleinen Kauriwäldchen vorbei, an dem wir gestoppt hatten, um diese massiven Bäume einmal aus der Nähe zu sehen. Einmal im Querschnitt durchgesägt und als Tischplatte aufgebockt, hätten hier locker 9 Personen Platz.

Für die Nacht hatten wir uns einen Campingplatz am „Hot Water Beach“ kurz über Tairua ausgesucht. Eigentlich war geplant, morgen früh zu diesem besonderen Strand zu gehen und dann schnellstmöglich auf die Straße in Richtung Aukland zu fahren. Leider hatten uns die Gezeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die nächste Ebbe (am Tag) würde nämlich erst wieder um 13:00 Uhr am nächsten Tag sein. Somit hatten wir einen ganz entspannten Abend, an dem wir zum ersten Mal die Möglichkeit hatten, unsere Skydive DVD anzugucken und auch mal wieder die Nachrichten im TV einzuschalten.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Aufgewacht vom Weckruf der Hühner, erwartete uns ein weiterer sonniger Tag. Vom Campingplatz oder besser gesagt, von der Tierfarm aus sind wir auf dem Highway Nr. 1 in Richtung Norden nach „Orakei Korako“ gefahren.

Dieser Ort ist als einer der vielen Orte mit geothermischer Aktivität in der Region bekannt. Anders ausgedrückt, hier kann es ganz schön warm werden, wenn man nicht aufpasst. Mit einem Boot ging es auf die andere Seite des Flusses. Dort konnte man schon das heiße Wasser sehen, wie es dampfend über das Gestein in den Fluss floss. Über einen sicheren Steg durch die Thermalwüste geleitet, sind wir weiter zu den Geysiren gegangen, die hier je nach belieben kochend heißes Wasser bis zu acht Meter in die Luft spucken. Leider war aber bis auf ein wenig Geblubber nichts zu sehen. Der Weg führte uns insgesamt über 2km durch den Park und hier und dort waren Aussichtspunkte, von wo aus man einen Blick auf blubbernde Matschlöcher, blubbernde Geysiere oder dampfende Löcher im Boden hatte. Hier konnte man auch bis zu einem Eingang einer Höhle gehen, in der ein kleiner Teich den Maoridamen in früheren Jahren als Spiegel gedient haben soll. Wieder auf der anderen Seite angekommen, hatten wir erstmal die Nase voll vom Schwefelgeruch der Matschlöcher.

Dieser Geruch hatte sich aber eher noch verstärkt, je näher wir nach Rotorua gekommen sind. Dieser Ort ist dafür bekannt, etwas streng zu riechen, was auf die vielen Orte mit geothermischer Aktivität zurückzuführen ist. Da wir noch immer nicht einen richtigen Geysir beim Spucken zugeschaut hatten, und auch einmal ein Maoridorf von innen sehen wollten, sind wir nach Te Puia gefahren. Dieses Maoridorf ist sehr sehr touristisch ausgelegt und fertigt mehrere hundert Touris am Tag ab. Es wurde uns aber von Sigrun empfohlen und so hatten wir gerne die 53$ pro Person berappt, um eine Führung durch das Dorf inklusive Tanzvorstellung mitzuerleben. Die Tour war sehr informativ. Unser Guide war eine Maorifrau mit einem ellenlangen Namen. Alles was ich davon behalten konnte war der Teil „motherfucker“….klang zumindest genau so!!! Sie hatte uns durch das Dorf geführt und auch die Schnitz- und Webwerkstatt gezeigt, in welcher junge Maoris in das Kunsthandwerk des Schnitzens und Webens eingeführt werden. Hier in Te Puia hatten wir dann endlich auch unseren Geysir spucken gesehen. Insgesamt sind während unserer Zeit im Dorf sogar drei Geysire ausgebrochen. Zwei von ihnen mehrmals. Es war sehr imposant anzuschauen, wie ohne eine Pause für ca. 20 Minuten mehr und mehr heißes Wasser bis zu 10 Meter in die Luft gespuckt wird und zum größten Teil zu Wasserdampf verpufft.

Die Tanzvorstellung der Einheimischen war auch sehr nett anzugucken. Hier hatten vier Männer und drei Frauen in traditioneller Kleidung kulturelle Tänze vorgeführt und für die ca. 200 Besucher gesungen und getanzt. Während der Vorstellung wurde auch der weltberühmte Hakka Tanz aufgeführt, welcher den Gegner vor einem Kampf einschüchtern sollte. Diesen Tanz führt das Rugbyteam der All Blacks noch heute vor jedem Spiel der Nationalmannschaft auf.

Nach der Vorstellung hatten wir im Kiwigehege dann noch einen echten Kiwi zu Gesicht bekommen, bevor wir Te Puia wieder verlassen hatten.

Vom Maoridorf sind wir mit zwei kleinen Zwischenstopps bei Pick´n Save und Mc. Donalds nach Tirau gefahren, wo wir auf dem, in der Karte eingezeichneten, Campingplatz übernachten wollten. Leider war dieser nur nicht aufzufinden. Eigentlich brauchen wir ja nur einen ebenen Platz, wo wir uns hinstellen können. Doch alle Plätze an der Straße gehörten zu irgendwelchen Farmen oder Bauernhöfen. Wo dürfen wir uns also einfach so hinstellen? Wildcamping ohne Toilette an Board ist in Neuseeland nämlich verboten.
Als Nicole an einer Auffahrt angehalten hatte, bin ich ausgestiegen und einfach mal den Driveway hochgegangen. Ein Mann kam mir entgegen und hatte mich ganz freundlich gegrüßt. Nach einem kurzen Gespräch, indem ich ihn fragte, wo denn nun dieser Campingplatz sein könnte, bat er uns an, direkt auf seinem Hof zu parken und dort zu übernachten. Benutzung seiner Toilette mit eingeschlossen. Ziemlich cool und ganz kostenlos. 🙂 Perfekt!

Wir hatten uns noch kurz mit Pete über seine Sattlerei und seine Pferdchen unterhalten, die ebenfalls im Garten waren und sind dann in unseren Van gekrabbelt.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Nach dem Frühstück und einem Dankeschön im mittlerweile geöffneten Café haben wir uns wieder hinter’s Lenkrad geschwungen und sind nach Taupo gefahren. Das Wetter war klasse und der Blick auf den größten See Neuseelands großartig. Eine im Lonely Plantet beschriebene kleine Wanderung zu den Huka Falls stand heute auf unserem Programm.

Geparkt haben wir auf einem Parkplatz, von wo aus es nur ein paar Minuten zu Fuß zu einem heißen Strom sind, wo man im Fluss in warmen Wasser baden kann. Wir wollten aber erstmal die Stunde Wanderung zu den Huka Falls machen und uns auf dem Rückweg ins Wasser wagen. Entlang des Waikato River, dem längsten Fluss Neuseelands, kamen wir auf dem Weg ganz schön ins Schwitzen, wegen der Hitze natürlich. Die Huka Falls sind schon nett anzusehen. Das Wasser hat sich seinen Weg durch eine Felsspalte gebahnt und wird 10m durch die Schlucht gepresst. Das sind schon gewaltige Massen, die dort zusammentreffen und viele Touris auch ;-).

Auf dem Rückweg hieß es dann Klamotte aus, Badeklamotte an und ab ins Wasser. Zunächst, an der Stelle wo wir reingeklettert sind, war’s noch ziemlich kalt, aber da, wo bereits etwa 5 Personen im Wasser waren, wurde es badewannenwarm und man hat gemütlich im warmen, teilweise sogar heißen (wenn man zu nah an die Quelle kam) Wasser bei wunderbarer Aussicht geplantscht und das alles für lau.

Zurück am Parkplatz stellte sich die Frage, was wir nun machen wollten und haben uns erstmal für „Crater of the Moon“ entschieden. Ein geothermisches Gebiet, dass 1950 zum Leben erweckt wurde, als ein Kraftwerk seine hydroelektrischen Experimente durchführte. „Als der Grundwasserspiegel sank und der Druck sich verlagerte, kamen die Crater of the Moon zum Vorschein mit neuen Luftlöchern für den Dampf und blubbernden Schlammbecken, die die Landschaft durchlöchern“ (Zitat Lonely Planet). Bei einem 45-minütigen Rundgang konnten wir dampfende Erdlöcher und kochende Schlammlöcher bestaunen.

Anschließend stellte sich wieder die Frage, wohin weiter. Jaaaa, wir denken nicht immer sehr weit im Voraus. Also entweder zum Tongariro National Park oder schon etwas in Richtung Rotorua? Der Tongariro National Park und die Aussicht soll zwar toll sein, besonders bei so einem tollen Sonnenscheinwetter, wie wir es hatten, aber es wären auch insgesamt 200km Umweg. Hin und her überlegt und Einheimische befragt und dann war’s schon so spät, dass wir uns entschlossen haben den National Park auszulassen (man kann einfach nicht alles machen) und uns einen Platz für die Nacht zu suchen. Gelandet sind wir im Wairakai Village, einem Campingplatz der besonderen Art nur einige Kilometer nördlich von Taupo gelegen. Die Besitzer dieses Platzes scheinen sehr tierlieb zu sein, denn unser Camper hat sich plötzlich zwischen unendlich vielen Hühnern, Gänsen, Pfauen, Hunden, Katzen, Schafen und Alpacas wiedergefunden. Die Hühner haben uns gleich belagert, in der Hoffnung irgendwas essbares abzustauben.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Heute sollte es weiter Richtung Norden gehen, aber erst nach einem Zwischenstopp bei der örtlichen Polizeistation in Porirua. Hier wollten wir uns mit Kerry, einem Kollegen der IPA treffen, mit dem ich schon ganz viele E-Mails ausgetauscht hatte. Da wir einige Kilometer vor uns hatten, haben wir uns um 08:30Uhr Morgens getroffen und im Bereitschaftsraum der Wache bei einem Kaffee ein bisschen geschnackt. Dann gab’s noch einen kleinen Rundgang durch die Wache und ein paar kleine Geschenke für mich 😉 bevor wir uns auf den Weg in Richtung Napier gemacht haben. Zu dem Zeitpunkt war’s ziemlich stürmisch und Wellington hat seinem Namen („windywelli“) alle Ehren gemacht. In der vergangenen Nacht war’s schon recht wackelig in unserem Camper und Philipp musste das Lenkrad auf den Highway mit beiden Händen fest halten.

Über die SH (Statehighway) 1, 57 und 2 ging’s bei nicht gerade dem besten Wetter von Porirua über Otki, Levin, Palmerston North, Ashurst, Dannevirke, Waipukurau nach Hastings. Hier haben wir uns aber auch nicht so lange aufgehalten sondern sind weiter nach Meanee gefahren, wo das älteste Weingut Neuseelands ansässig ist, das Mission Estate Winery (seit 1851). Ein super schönes altes Gebäude mit einem tiptop gepflegten Garten und einem weiten Blick über die Weingüter. Entstanden ist es aus einem alten Orden und daher gibt es im Inneren auch einen Gebäudeteil mit einer kleinen Kapelle. Für den perfekten Ort für eine Hochzeit fehlte nur noch der See haben wir beschlossen. Nach einem Rundgang und einer kleinen Weinprobe haben wir auch gleich zwei Flaschen gekauft bevor es weiter ging.

In Napier haben wir dann einen Stadtspaziergang gemacht. Hier haben wir im I-Site erstmal erfahren, dass wir den Ort mit dem längsten Namen in Neuseeland auf unserer Route verpasst haben. Der Ort heißt Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakpikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu und liegt etwas ab vom Schuss und nur um das Ortsschild zu fotografieren, wollten wir nicht noch mal 50km zurück fahren. Napier ist 1931 durch ein Erdbeben fast dem Erdboden gleich gemacht worden und wurde dann langsam wieder aufgebaut. Fast die ganze Stadt ist im Art-déco-Stil gebaut worden, was man an allen Ecken und Enden auch als Geschichtsbanause erkennt. Unser Lonely Planet hat uns unsere fehlenden Kenntnisse geliefert. Im Anschluss sind wir dann mit unserem vierrädrigen Freund zum Bluff Hill Lookout (102m) gefahren, von wo aus man einen schönen Blick auf die Hawke Bay hat. Das Wetter hatte sich zu dem Zeitpunkt schon gebessert und so haben wir die Sonne noch zu Gesicht bekommen. Außerdem haben wir im Hafen einige Container aus der Heimat (Hamburg Süd) entdeckt.

Ansich hatten wir geplant, hier in der Nähe zu übernachten, aber auf unserer Karte war ein Campervan (meist Anzeichen Campingplatz) auf dem Weg nach Taupo eingezeichnet und so wollten wir noch ein bisschen in die Richtung fahren. Irgendwie wurde es dann immer später und kein Zeltplatz tauchte auf. Philipp hat dann an der Straße neben einem Parkplatz ein Schild entdeckt wo irgendwas von „free Motorhome parking“ stand. Als wir aber auf dem Parkplatz waren, haben wir Schilder entdeckt, auf denen stand, dass Fremde sich hier nicht aufhalten dürften, dass es Privatgelände sei und man per Kamera überwacht werden würde. Hmm, wir waren uns daher nicht so sicher, ob wir wirklich bleiben sollten. Auf dem Gelände des angrenzenden, bereits geschlossenen Cafés, fuhr Richard auf seinem Aufsitzrasenmäher herum, welchen wir kurzerhand gefragt haben, ob wir bleiben dürften. Und wir durften. Öffentliche Toiletten waren gleich nebenan, perfekt. In einer weiteren, stürmischen Nacht, war’s allerdings dann doch ein klein bisschen unheimlich draußen, so ganz alleine in weiter Flur.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Ein Sonntag in Wellington. Die Hauptstadt Neuseelands war nicht wie erwartet verschlafen und leer. Da die Geschäfte auch an Sonn- und teilweise sogar an Feiertagen geöffnet haben, war ganz schön was los in der Stadt.

Wir sind vom 20km entfernten Porirua, wo wir in einem Industriegebiet gecampt hatten, nach Wellington City gefahren. Dort angekommen hatten wir, wie schon am Vortag, das Glück einen kostenlosen Parkplatz im Citycenter zu ergattern. Um erstmal die wichtigsten Informationen und Veranstaltungshinweise zu bekommen stand zuerst eine Besuch im  I-Site an. Die I-Sites in Neuseeland sind die Informationszentren für Besucher und Touris. Hier helfen nette Einheimische einem gerne weiter.

Im Anschluss wollten wir auf den Markt nahe des Nationalmuseums gehen. Nur leider war dieser Markt ausschließlich auf Nahrungsmittel ausgelegt. Keine Souvenirs oder Andenken, die sich lange halten würden. Also sind wir gleich ins Te Papa Museum, welches alles erdenkliche über das Land und die Nation mit samt der kulturellen Hintergründe ausstellt. Das Nationalmuseum ist wirklich riesig. Über 6 Stockwerke verteilt widmen sich die verschiedensten Ausstellungen der Entstehungsgeschichte Neuseelands, sowie den Hintergründen zu den verheerenden Erdbeben, welche das Land durchgemacht hat. Weiterhin gibt es eine Menge Informationen über die Ureinwohner des Landes (Die Maori) sowie über die Siedler, die das Land vor gar nicht allzu langer Zeit für sich entdeckten. Sehr eindrucksvoll war unser Besuch im Earthquake House. Hier konnte man ein Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala hautnah miterleben.

Nach drei Stunden war bei uns beiden System Overload….und wir waren erst im vierten Stock angekommen. Wir sind nur noch an den Displays vorbei geschlendert, und nur wenn uns wirklich etwas brennend interessiert hatte, hatten wir es gelesen. Wir waren bis oben hin voll mit Informationen über das Land und seine Geschichte.

Dann war es Zeit wieder in die Gegenwart zurückzukehren. Mit der historischen Cable Car, ähnlich wie die berühmte Tram aus San Francisco, sind wir bis zum Botanischen Garten gefahren. Im Garten hatten wir noch einmal all unseren Entdeckergeist zusammengerafft und das Cable-Car Museum sowie ein Sternenobservatorium besucht. In Letzterem sind eine Menge Kenntnisse aus dem Erdkundeunterricht wieder hochgekommen.

Wieder am Fuße des Hügels angekommen, waren wir hungrig und müde. Sprich..wir hatten keine Lust zu kochen! Was macht man da? Man gönnt sich einen Besuch in einem Wellingtoner Restaurant. Naja, eigentlich war es eher ein Pub, aber die Speisekarte hatte uns überzeugt und so haben wir uns brüderlich einen Salat und eine Pizza geteilt bevor es erneut nach Porirua auf den bekannten Campingplatz ging. Hier mussten wir feststellen, dass kein Platz mit Strom mehr frei war. Wir hatten allerdings schon bezahlt und so hat uns der Besitzer in das etwas höher gelegene Gelände gelotst und wir durften unser Kabel an ein Haus anstöpseln.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Tiefenentspannt und ausgeschlafen hatten wir uns heute Morgen auf den Weg vom Campingplatz Momorangi nach Picton gemacht. Von hier aus sollte am frühen Nachmittag unsere Fähre mit uns an Board auf die Nordinsel Neuseelands übersetzen.

In Picton angekommen, hatten wir noch etwas Zeit um durch die Souvenierläden zu bummeln und endlich hab ich etwas passendes für Kimi gefunden. Ein….naah, ich will ja nicht zu viel verraten. 🙂 Hier hatten wir auch noch die ein oder andere Postkarte abgeschickt, in der Hoffnung, dass sie vor uns zu Hause ankommen wird.

Dann war warten angesagt. Gemeinsam mit den anderen Autos mussten wir auf die Freigabe für die Fähre warten, bis wir dann schließlich aufgefordert wurden, auf die Rampe zu fahren. Die Einweiser hatten zuerst wild mit den Händen rumgefuchtelt, bis wir dann schließlich doch einen sicheren Standplatz gefunden hatten. Da wir nicht im Auto bleiben durften, hatten wir uns gleich auf dem Sonnendeck einen Platz ergattert, um die Fahrt durch den Queen-Charlotte Sound mit einem schönen Ausblick genießen zu können. Ich hatte ja noch die Hoffnung, Delfine zu Gesicht zu bekommen. Die Ausfahrt aus dem Hafen in Picton war noch sehr ruhig und nett. Wenige Minuten später kam auf einmal ein Sturm auf, weshalb wir lieber unter Deck gegangen sind und uns in einem Bordrestaurant einen Kaffee und ein Stück Käsekuchen geholt hatten.

Mit genießen war jetzt nicht mehr viel. Das Schiff schaukelte von links nach rechts und hoch und runter. Ich musste mich echt konzentrieren um nicht Seekrank zu werden, aber die Bordlektüre hatte ihren Zweck erfüllt und mich bestens mit einem Sudoku beschäftigt.
Nach knapp vier Stunden Überfahrt war es dann geschafft und wir sind in die ruhigen Gewässer Wellingtons eingelaufen.

Die Hauptstadt hatte uns mit Regen begrüßt und so blieb uns nicht viel mehr übrig, als ein wenig in der Stadt herum zu cruisen, bevor wir dann ins 20km nördlich gelegene Porirua gefahren sind. Hier gibt es den günstigsten Campingplatz der Region, der für uns absolut ausreichend ist.

1 Reaktion zu “29.Jan.2011 Momorangi – Picton – Wellington”

  1. am 07 Feb 2011 um 12:04Kimi

    das is ja schon ein bisschen frech herr timm;-) erst neugierig machen und dann…nichts..und später auch noch schreiben,dass du einen käsekuchen gekauft hast!!!frech;-)
    deine karte ist heute angekommen und aus drei wochen ist nur noch eine woche geworden!!!
    ich freue mich und liebe dich;-)

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Heute haben wir mal nix gemacht, also gibt’s auch nix zu berichten. Der Tag bestand im wesentlichen aus Frühstücken, schwimmen, gammeln, lesen, Sonnenbaden und und und……

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

Von unserem günstigen Campingplatz haben wir uns auf nach Nelson gemacht. Die gut 40km bis dort gab’s nichts besonderes zu sehen, so dass wir recht früh dort waren und uns erstmal die Stadt angeguckt haben. Zu Fuß ging’s einmal quer durch die Trafalgar St., die Haupteinkaufsstraße, bis zur Christ Church Cathedral, die im Art-déco-Stil 1925 angefangen wurde zu bauen. Nachdem wir uns auch im Inneren der Kathedrale umgeguckt hatten, ging’s weiter zum Botanical Reseve und dem dort befindlichen Botanical Hill. Hier soll Neuseelands geographisches Zentrum sein. Leider lag dieses auf einem, wie der Name schon sagt, Hügel und es war recht heiß, so dass wir ziemlich durchgeschwitzt oben angekommen sind. Hier gab’s dann aber eine schöne Aussicht über Nelson und die Bucht.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher in der Bücherei gemacht, denn das W-Lan ist dort kostenlos. Diesmal funktionierte es auch, aber Zeit war nur für E-Mail checken etc. Blog Update hätte recht lange gedauert und wir wollten doch das Wetter noch genießen. Nach dem Auffüllen unseres Kühlschranks und unseres Tanks ging’s dann den Highway, der hier oft einigen Serpentinen in den Bergstraßen der Alpen gleicht, weiter in Richtung Havelock. Der Hafen dieser kleinen Stadt soll laut Lonely Planet recht nett sein. Also haben wir hier einen kleinen Stop eingeplant und uns davon überzeugt. Zum Muschelessen, was hier sehr bekannt sein soll, sind wir dann aber nicht mehr gekommen bzw. wir haben entschieden, wir wollten lieber selbst gemachte Nudeln (*g*) essen und rechtzeitig am Campingplatz ankommen um die Sonne noch zu genießen.

In Momorangi, ein von Mark und Sigrun empfohlener Campingplatz in den Marlborough Sounds, sind wir dann am späten Nachmittag angekommen und haben natürlich einen Waterfront Stellplatz gebucht. Das hat den Vorteil, dass wir direkten Wasserblick und -zugang haben, aber den Nachteil, dass die Küche ewig weit weg ist, naja man kann nicht alles haben. Die Nudeln waren trotzdem lecker….

Als es Dunkel war, haben wir uns dann zu einem kleinen Spaziergang aufgerafft. Am Ende vom Campingplatz soll es nämlich Glühwürmchen geben. Und tatsächlich, als wir den beleuchteten Platz verlassen hatten und immer weiter ins Dunkel einen kleinen Weg entlang gingen, konnten wir plötzlich tausende kleiner Lichter am Wegesrand in den Büschen erkennen. Cool…. fast so gut wie das Meeresleuchten in Australien.

Trackback URI | Kommentar Feed

Kommentar hinterlassen

« Neuere Artikel - Ältere Artikel »